Aus Amerikanern wurden Konformisten

Walter Williams über die Früchte jahrzehntelanger Hirnwäsche.

Im vergangenen Monat konfiszierte eine Lehrerin in einer Grundschule in Raeford, North Carolina, einem 5-jährigen Mädchen das Mittagessen, weil es nicht den Richtlinien des US-Landwirtschaftsministeriums entsprach und deshalb als nicht nahrhaft eingestuft wurde. Sie ersetzte es durch Chicken Nuggets aus der Schulkantine. Das zu Hause zubereitete Mittagessen des Mädchens war nahrhaft, es bestand aus einem Truthahn-Käse-Sandwich, Pommes Frites, einer Banane und Apfelsaft. Doch ob ihr Mittagessen nahrhaft war oder nicht, ist nicht das Problem. Das Problem ist die staatliche Usurpation der elterlichen Autorität.

In einer Reihe von Bundesstaaten können schwangere Mädchen im Teenageralter Abtreibungen bekommen, ohne daß die Eltern benachrichtigt oder um Erlaubnis gefragt werden. Das Problem ist weder die Abtreibung noch ob eine schwangere Teenagerin eine Abtreibung bekommen sollte. Das Problem ist: Was gibt der Regierung die Autorität, die elterliche Autorität an sich zu reißen?

Ein Teil des Problems ist, daß Menschen, die als Instrumente der Regierung handeln, keinen persönlichen Preis dafür zahlen, die elterliche Autorität an sich zu reißen. Der Grund dafür ist, daß die Menschen, anders als die Menschen von früher, alle Arten von staatlicher Aufdringlichkeit akzeptieren. Können Sie sich vorstellen, was John Wayne mit einem Regierungstyrannen gemacht hätte, der seiner Tochter ohne seine Erlaubnis das Mittagessen konfisziert oder an ihr eine Abtreibung vorgenommen hätte?

Ich glaube, daß die heutigen Konformisten teilweise auf das Konto der Anti-Tabak-Bewegung gehen. Die Tabak-Protestler begannen mit „vernünftigen“ Forderungen, wie dem Hinweis „Der Gesundheitsminister warnt: Rauchen schadet der Gesundheit!“ auf Zigarettenpackungen. Dann verlangten sie Nichtraucherplätze in Flugzeugen. Ermutigt durch diesen Erfolg forderten sie dann, daß auf Flugzeugen und Flughäfen überhaupt nicht mehr geraucht wird, und dann auf Arbeitsplätzen und in Restaurants — alles im Namen der Gesundheit. Nachdem sie die konformistische Natur der Raucher gesehen haben, gingen sie dazu über, das Rauchen an Stränden, in Parks und — in einigen Städten — auf Bürgersteigen zu verbieten. Dann folgten höhere Krankenkassenbeiträge für Raucher. Hätten die Tabak-Protestler von Anfang an ihre komplette Agenda gefordert, würden sie nichts erreicht haben.

Mit dem Anti-Tabak-Kreuzzug als Schablone dehnen die Fanatiker und Möchtegern-Tyrannen ihre Agenda nun aus.

Warum sollte man also nicht auf die Idee kommen, zu kontrollieren, was wir essen? San Francisco, Chicago und einige andere Städte haben in Restaurants Entenleber verboten oder versuchen, sie zu ächten. Hier ist meine Herausforderung an diese Menschen: Seien Sie kein Feigling und benutzen Sie den Staat, um Ihr Ziel zu erreichen. Wenn Sie sehen, daß Williams Entenleber ißt, kommen Sie einfach und nehmen Sie sie von seinem Teller.

Andere Tyrannen wollen, daß wir kein Eis von Häagen-Dazs und Dove essen, keine Kekse von Mrs. Fields und keine Chicken McNuggets von McDonalds. San Francisco hat McDonald’s bereits verboten, Happy Meals mit Kinder-Spielzeug zu verkaufen. Der Konformismus der Menschen in San Francisco könnte möglicherweise die Lehrerin in North Carolina inspiriert haben, dem 5-jährigen Mädchen das Mittagessen wegzunehmen.

Der Konformismus der Amerikaner lähmt das Land. In den vergangenen Jahren schossen die Benzinpreise in die Höhe, aber keine Sorge. Präsident Barack Obamas gegenwärtiger Energieminister Steven Chu sagte im Dezember 2008: „Irgendwie müssen wir herausfinden, wie die Benzinpreise auf das Niveau in Europa erhöht werden können.“ Das heißt übersetzt 8 oder 9 Dollar pro Gallone. Während einer Anhörung zum Budget des Energieministeriums wurde Chu vom Republikanischen Abgeordneten für Missouri, Alan Nunnelee, kürzlich gefragt, ob es das „übergeordnete Ziel“ des Energieministeriums ist, die Benzinpreise zu senken. „Nein“, antwortete Chu. „Das übergeordnete Ziel ist, unsere Abhängigkeit vom Öl zu verringern und unsere Wirtschaft zu stärken.“

Weil die konformistischen Amerikaner bereit sind, an der Zapfsäule schweigend zu leiden, ist die Obama-Regierung bereit, als Handlanger von Umwelt-Extremisten weiterhin Druck auszuüben, um die Förderung der gewaltigen Ölvorkommen unseres Landes aufzuhalten, die Schätzungen zufolge dreimal so groß sind wie die in Saudi-Arabien. Die Obama-Regierung würde lieber weitere Steuergelder in die riskante Vetternwirtschaft alternativer Energieversorger und Elektroautos kippen. Die OPEC-Staaten müssen sich über uns totlachen, und ich würde mich nicht wundern, wenn enthüllt werden würde, daß sie unter dem Tisch Zahlungen an Umwelt-Spinner machen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Americans Have Become Compliant.

Auf dem Weg in die neuen Konzentrationslager, bei denen uns Rußland sicher beratend unterstützen kann, da seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion keine Befreiung der sowjetischen Konzentrationslager gemeldet wurde, ist eine Nutella-Klage nur logisch — beachten Sie diese emotionslose Meldung:

Entschädigung nach US-Klage — Ferrero stellt drei Millionen Dollar bereit

In den USA haben Verbraucher erfolgreich gegen Ferrero geklagt. Eine Mutter hatte dem Unternehmen irreführende Werbung vorgeworfen. Sie zeigte sich „schockiert“, Nutella sei ja gar „nicht gesund“. Für die Entschädigung stellt der Konzern drei Millionen Dollar zurück – und will sein Marketing ändern.

San Diego – Ist Nutella ein gesundes Frühstück? Überraschung: Der schokoladige Brotaufstrich ist offenbar weniger ausgewogen als es die Werbung verspricht. In den Vereinigten Staaten ist eine Mutter deshalb jetzt erfolgreich gegen den US-Ableger des Lebensmittelkonzerns Ferrero vor Gericht gegangen. Nach einer Sammelklage gegen den Hersteller von Nutella hat Ferrero USA rund drei Millionen Dollar (rund 2,3 Millionen Euro) für eine außergerichtliche Einigung bereitgestellt.

Von dem Topf sollen der „Huffington Post“ zufolge 2,5 Millionen Dollar an Verbraucher ausgeschüttet werden. Bis zu vier Dollar erhielten Käufer für jedes Glas Nutella zurück, das seit August 2009 in Kalifornien oder anderswo in den USA seit Januar 2008 gekauft wurde, heißt es auf der Verbraucher-Website zur US-Sammelklage. Bis zum 5. Juli hätten Verbraucher demnach Zeit, ihre Ansprüche geltend zu machen – wobei jeder Einzelne nur bis zu einem Maximum von 20 Dollar entschädigt werden solle.

Klageschrift: Nutella – „gefährlich“ fettig

Zugleich versicherte Ferrero USA, ein Ableger der italienischen Ferrero-Gruppe, „bestimmte Marketing-Äußerungen zu Nutella zu ändern“. Auch sollten die Informationen über Zutaten und Nährwerte in Zukunft „detaillierter“ angegeben werden.

Die im kalifornischen San Diego lebende Athena Hohenberg, Mutter eines Kindes, hatte im Februar 2011 geklagt, weil Ferrero den süßen Brotaufstrich als „Beispiel für ein ausgewogenes und schmackhaftes Frühstück“ sowie als „gesünder“ darstelle, als er in Wirklichkeit sei. Sie sei „schockiert“ gewesen, als sie erfuhr, dass Nutella „nicht gesund“, sondern kaum besser als Süßigkeiten sei, noch dazu habe es einen „gefährlich“ hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, hieß es in der Klageschrift laut Nachrichtenagentur AFP weiter.

Die geplante Rückzahlaktion gilt nur für die USA. Am 9. Juli müssen noch Bezirksgerichte in Kalifornien und New Jersey ihre Zustimmung zu der Einigung geben. Nutella wird in mehr als 100 Ländern weltweit verkauft. Der Brotaufstrich wurde 1944 von Pietro Ferrero im norditalienischen Alba erfunden, er enthält vor allem Zucker, Palmöl, Haselnüsse, Kakao und fettarme Milch.

In Deutschland musste Ferrero im November 2011 nach einem Gerichtsurteil wegen eines ähnlichen Vorwurfs ein irreführendes Nutella-Etikett ändern. Beim Einkauf könne demnach der Eindruck entstehen, dass die Nuss-Nougat-Creme wenig Fett, aber viele Vitamine enthält, entschied im vergangenen Jahr das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

Vorwärts: Aufklärungslager für die Feinde der sozialen Vernunft

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