Bombenanschlag von Occupy-Aktivisten vereitelt

Arnold Ahlert über die neuesten Fortschritte der Wutbürger.

Gestern, als landesweit die OWS-Proteste zum 1. Mai stattfanden, zeigte das US-Justizministerium, wie weit einige von denen, die mit diesen Protesten in Verbindung stehen, gehen würden. In Cleveland, Ohio, wurden fünf Männer, die sich selbst als Anarchisten beschreiben, für ihren Versuch verhaftet, die Hochbrücke Brecksville-Northfield zu sprengen, die durch den Nationalpark Cuyahoga Valley führt. Der US-Staatsanwalt für den nördlichen Distrikt von Ohio, Steven M. Dettelbach, beschrieb die Angeklagten als Männer, die „wiederholt zahlreiche Handlungen vornahmen, die ein gewalttätiges, terroristisches Engagement demonstrierten“. Und trotz der Bemühungen, sich von diesen Möchtegern-Terroristen zu distanzieren, sagte der „Occupy Cleveland“-Mediensprecher Jacob Wagner, daß „zumindest einige der fünf Männer“ an Events der Gruppe teilnahmen.

Die Männer wurden am späten Montagabend verhaftet. Laut der gestern Morgen im Landgericht Cleveland eingereichten Anklage planten die Männer ursprünglich, Gesetzeshüter mit Rauchbomben abzulenken, um in Cleveland die auf Hochhäusern angebrachten Schilder von Finanzunternehmen zu zerstören. Der Plan nahm eine weit ernstere Wendung, als die Männer beschlossen, C4-Sprengstoff zu kaufen, zwei improvisierte Sprengsätze (improvised explosive devices, IED) zu bauen und sie unter der Brücke zu platzieren. Die IEDs wären per Fernsteuerung gezündet worden. Gesetzeshüter behaupten, die Männer hätten auch geplant, die OWS-Proteste zum 1. Mai in Cleveland als Alibi für ihren Verbleib während der Explosion zu nutzen.

Warum eine Brücke sprengen? Ein namentlich nicht genannter FBI-Vertreter behauptet, daß mehrere Mitglieder der Gruppe im Verlauf der Untersuchung immer wieder beklagten, die OWS-Bewegung „war nicht gewalttätig genug“.

Laut FBI-Agent Ryan Taylor wurde die Gruppe von einem bezahlten FBI-Informanten infiltriert. Über einen Zeitraum mehrerer Monate aufgezeichnete Gespräche zeigen, daß sie daran interessiert waren, eine Reihe verschiedener Ziele anzugreifen, darunter ein Zug, ein bundesstaatliches Anti-Terror-Zentrum, das G8-Treffen in Chicago, die Landesversammlung der Republikaner in Tampa und ein Neonazi- oder Ku-Klux-Klan-Büro. Laut Gerichtsakten erwogen einige der fünf Männer auch die Zündung einer Autobombe vor der Cleveland-Filiale der Landeszentralbank (Federal Reserve Bank).

Als die Männer angeblich beschlossen, Sprengstoff zu verwenden, einigten sie sich, von einem einem Undercover-Agenten acht Ein-Pfund-Ziegel für 50 Dollar pro Stück zu kaufen, von denen sie dachten, es wäre C4. Laut Berichten sollte der Handel unter der Brücke am Ohio & Erie Treidelpfad (Ohio & Erie Canal Towpath Trail) in der Nähe der Cuyahoga Valley Scenic Railroad Brecksville Station stattfinden. Die Männer konzentrierten sich angeblich auf die stark befahrene Hochbrücke Brecksville-Northfield, weil sie glaubten, es würde sowohl den Handel als auch amerikanische Unternehmen schädigen.

Zum Kern der Gruppe gehörten Douglas L. Wright, ein 26-Jähriger mit einem Irokesenschnitt, der als Alias manchmal den Namen Cyco benutzt, Brandon Baxter, 20, der unter dem Alias Skabby bekannt ist, und Anthony Hayne, 37. Verhaftet wurden diese Männer unter der Anklage der Verschwörung und der versuchten Sachbeschädigung durch Sprengstoff, um den zwischenstaatlichen Handel zu stören. Laut Behörden wurde der Anschlagsplan später durch die beiden anderen Männer, Connor Stevens, 20, und Joshua S. Stafford, 23, ergänzt und zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Klagen gegen sie anhängig. Laut Haftantrag des FBI sagte Wright dem FBI-Informanten angeblich, daß „er mit der Aktion glücklich sein wird, solange die Dinge ‚so abgef***t sind‘“. Wright äußerte sich ferner besorgt, daß der Mann, der ihm des C4 verkaufte, ein Polizist wäre, doch er fuhr mit dem Plan unbekümmert fort.

Das FBI betonte, daß für die Öffentlichkeit nie eine Gefahr bestand, weil die Sprengstoffe inaktiv und unter Kontrolle des Undercover-Agenten waren. Allerdings erläutert Agent Stephen D. Anthony, der die FBI-Abteilung in Cleveland beaufsichtigt, die großen Ambitionen der Gruppe. „Die wegen diesem Plan angeklagten Personen waren darauf bedacht, Gewalt einzusetzen, um ihre ideologischen Ansichten zum Ausdruck zu bringen“, sagte er. „Die Arbeitsgruppe Terrorismus (Joint Terrorism Task Force) wird auch weiterhin um Wachsamkeit bemüht sein, um jegliche nationale oder internationale terroristische Bedrohung zu erkennen und zu zerstören.“

Die Gruppe geriet zunächst am 21. Oktober vergangenen Jahres unter Verdacht, als das FBI erfuhr, daß einige Personen, die „sich selbst als Anarchisten beschreiben“, an einem „Cleveland-Protest“ teilnehmen würden. Der Protest, der an diesem Tag in Cleveland stattfand, war eine weitere OWS-Demonstration, bei der rund ein Dutzend Personen festgenommen wurden.

Reiner Zufall? Der zuvor genannte Mediensprecher für OWS Cleveland, der eingestand, daß die Männer an Events der Gruppe teilnahmen, erklärte, sie „waren keine Vertreter oder Repräsentanten der Gruppe“. Der Cleveland Plain-Dealer berichtet jedoch, daß Brandon Baxter „seit Monaten an ‚Occupy Cleveland‘-Protesten und Aktionen teilgenommen und am Public Square beim Zelt der Gruppe gesessen [hatte]“, und daß er auch mit anderen Mitgliedern der Bewegung verhaftet wurde. Breitbart.com berichtet, daß Anthony Hayne für den Cleveland-Protest am 21. Oktober „die Informationsveranstaltung organisierte“. Und drei Männer mit den Namen Brandon Baxter, Anthony Hayne und Joshua Stafford scheinen Facebook-Einträge zu haben, die #OccupyCleveland als ihren Beruf oder Arbeitsplatz angeben. Zwei der Männer sehen auf Facebook genauso aus, wie die vom FBI beschriebenen Verschwörer, es bleibt jedoch noch unbestätigt, ob diese Facebook-Konten zu den Verdächtigen gehören.

Besonders aufschlußreich ist vielleicht, daß die OWS-Mai-Kundgebung in Cleveland nach der Nachricht über die Verhaftung abgesagt wurde.

OWS Cleveland veröffentlichte eine Erklärung, die behauptet, die Kundgebung wäre wegen „der angeblichen Aktionen der autonomen Gruppe, die [Montag] Nacht verhaftet wurde“, abgesagt worden und fügte hinzu, „Occupy Cleveland hat … das Prinzip der Gewaltlosigkeit seit seiner Gründung am 6. Oktober 2011 bekräftigt“.

Die Absage wirft jedoch eine offensichtliche Frage auf: wenn die Möchtegern-Bomber keine wirkliche Verbindung mit OWS Cleveland hatten, warum dann den Protest absagen?

Debbie Kline von „Jobs with Justice“ behauptete, es hätte einem „schlechten Geschmack“ entsprochen, mit den „OWS Cleveland“-Plänen, das GE-Lighting-Gebäude zu „besetzen“, weiterzumachen. Sie lieferte dann versehentlich die ultimative Begründung, all das abscheuliche Verhalten abzutun, das mit der OWS-Bewegung in Verbindung gebracht wird. „Wenn du in einer Bewegung bist, kannst du keine Leute rausschmeissen, wenn sie Freiwillige sind“, behauptete sie. „Diese fünf handelten eigenmächtig, sie waren kein Teil der größeren Bewegung. Es gibt überall Randgruppen (‚fringey‘ people)“, fügte sie hinzu.

Ein ziemlich großer „Rand“. Von Anbeginn der Bewegung in New York City am 24. September 2011 bis zum 26 April 2012 gab es landesweit 6990 Festnahmen in 114 Städten, die direkt mit der OWS-Bewegung in Verbindung stehen. Gestern gab es wieder einmal gewalttätige Proteste in Oakland und Seattle. In San Francisco wurden am Montagabend mutwillig Autos und Eigentum zerstört.

Und jetzt wurde in Cleveland ein Terrorplan ausgebrütet, der den Amerikanern al-Qaida-ähnliche Verluste zufügen sollte.

OWS kann versuchen, die Verbindung mit einem solchen Plan zu leugnen, doch Tausende von Verhaftungen in Hunderten von Städten, verbunden mit Antisemitismus, Mord, Vandalismus und sexuellen Übergriffen einschließlich Vergewaltigungen, können kaum allein „Randgruppen“ oder „Schurken“ zugeschrieben werden, die eine ansonsten friedliche Bewegung „gekapert“ haben. Die Existenzberechtigung der OWS-Bewegung ist es, den normalen Ablauf des täglichen Lebens bei jeder Gelegenheit zu stören und „ein Prozent“ der Amerikaner buchstäblich zu Feinden der Nation zu machen. Die Vorstellung, daß sie sich solche Ziele, vor allem letztere, „gewaltfrei“ erreichen können, ist lächerlich. Die Bombenleger versuchten, besser zu sein als andere. Sie folgten der Logik einer Bewegung, die sich, trotz all ihrem gekünstelten Edelmut, ideologisch einer höheren Idee widmet: Wir gegen sie.

Es ist ein maßgeschneidertes Muster für die Art von Marschroute, die direkt zu Terror führt.

Hier finden Sie den Originalartikel, Occupy Activists’ Bomb Plot Foiled.

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