Hitlers erster Mord

Henry Makow über die Ermordung von Angelika Maria Raubal.

(Anmerkungen in Klammern)

Hitler ermordete seine 24-jährige Nichte als Folge einer bisexuellen Dreiecksbeziehung mit seinem jüdischen Chauffeur und Leibwächter Emil Maurice

Zu sagen, daß Adolf Hitler ein Psychopath und Mörder war, scheint überflüssig zu sein, doch nur wenige wissen, daß er sein erstes Opfer mit seinen eigenen Händen ermordete. Es wurde unter den Teppich gekehrt und muß erst noch ans Licht kommen. Historiker wie Nazis sind entschlossen, den Ruf des Führers zu schützen.

Am 18. September 1931 erschoß er seine geliebte Nichte Geli Raubal, 24. Der bayerische Justizsminister, ein politischer Verbündeter, stufte den Mord als Suizid ein.

Allerdings hatte Raubals Körper schlimme Schürfungen und ihre Nase war gebrochen. Ein unvollendeter Brief deutete an, daß sie die Wohnung ihres Onkels verließ, um nach Wien zu gehen. Laut der (sozialdemokratischen) Münchener Post vom 20. September 1931 wurde sie auf einem katholischen Friedhof begraben, der Suizide nicht akzeptiert.

Die bisexuelle Dreiecksbeziehung, die zu Raubals Ermordung führte, enthüllt den wahrhaft perversen Charakter eines Menschen, den viele „Patrioten“ noch immer verehren.


Im Januar 1939 rief das US-Nachrichtenmagazin „Time“ Adolf Hitler zum „Mann des Jahres 1938“ aus

Obwohl er ein Homosexueller war, genoß Hitler dennoch die Gesellschaft draller junger Blondinen und Brünetter, die in die Nazi-Schablone paßten. Raubal war die Tochter von Hitlers Halbschwester und Koch. Sie war — neunzehn Jahre jünger als er — eine unbefangene extrovertierte Frau, die jeden Raum aufhellte, den sie betrat. Hitler schien sich zu entspannen, wenn sie in der Nähe war.

„Ich liebe Geli und könnte sie heiraten“, erzählte Hitler seinem Freund Heinrich Hoffman. [Aber] „ich möchte, ehelos bleiben. So behalte ich das Recht, auf ihren Freundeskreis einen Einfluß auszuüben, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie den richtigen Mann findet“, schrieb Hoffman in „Hitler Was My Friend“.

Hitlers Rivale war sein eigener bisexueller, jüdischer Chauffeur und Leibwächter, Emil Maurice. Im Dezember 1927 verhinderte Hitler, daß Maurice seine Nichte heiratet und feuerte ihn. Am 24. Dezember 1928 schrieb Raubal an Maurice:

„Onkel Adolf besteht darauf, daß wir zwei Jahre warten. Denke daran, Emil, zwei Jahre lang sich nur ab und zu küssen können, und immer unter der Obhut von Onkel Adolf. Ich kann nur Dir meine Liebe geben und bedingungslos treu sein. Ich liebe Dich so unendlich sehr. Onkel Adolf besteht darauf, daß ich mit meinem Studium weitermache.“

EMIL MAURICE (1897-1972)


Der jüdisch aussehende Maurice und Hitler 1924 in Landsberg

In Mein Kampf beschreibt Hitler einen Aufruhr in einer Bierhalle, als Kommunisten versuchten, eine Veranstaltung abzubrechen. Er staunte über seine blutüberströmten „Sturmtruppler“: „Wie Wölfe stürzten sie in Rudeln von acht oder zehn immer wieder auf ihre Gegner los und begannen sie nach und nach tatsächlich aus dem Saale zu dreschen. … ; an der Spitze meinen braven Maurice.“

Maurice war ein Anwärter der SA und später der SS. Ihm und Heß diktierte Hitler Mein Kampf, und wie Heß war Maurice einer von Hitlers Liebhabern. Nach deren Entlassung aus dem Gefängnis wurde Maurice Hitlers persönlicher Leibwächter und Chauffeur. Er begleitete Hitler 1934 während der Säuberung und fertigte persönlich Menschen ab, die belastend gewesen wären.

(Der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia vermutet, daß Maurice die SS gründete: „Hitler also was considered SS Member #1, Emil Maurice — considered the founder the SS — was Member #2, while Himmler was SS Member #168.“)

„Es ist absolut unvorstellbar, daß Maurice nicht als jüdisch bekannt gewesen wäre“, schreibt Dr. Judith Reisman. [Neben] „seinem Aussehen, seiner Familie, und der sehr hohen Wahrscheinlichkeit seiner Beschneidung … überwältigte die homosexuelle Lust leicht den antisemitischen Haß“.

Als sich später herausstellte, daß Maurice einen jüdischen Urgroßvater hatte, machte Hitler für ihn und seine Familie eine Ausnahme. Da die Nürnberger Gesetze bereits Sechzehntel-Juden zu Bürgern zweiter Klasse degradierten, war der SS-General Maurice wahrscheinlich jüdischer. Später rechtfertigten die Rassengesetze, die hauptsächlich der Verfolgung nicht-zionistischer Juden dienten, die Schaffung des jüdischen Staates.

(Siehe „Nazis mit Zionisten?“, in DIE ZEIT: Auf Verwunderung stößt heute vielfach die Tatsache, daß manche zionistischen Funktionäre unmittelbar nach 1933 sich zustimmend zu den völkischen Grundsätzen des Hitler Regimes geäußert haben. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland ZVfD zum Beispiel schickte am 22. Juni 1933 Hitler ein Memorandum, in dem es hieß: „Der Zionismus glaubt, daß die Wiedergeburt des nationalen Lebens eines Volkes, wie sie sich nun in Deutschland auf christlicher und nationaler Gründlage vollzieht, auch für das jüdische Volk kommen wird. Auch für das jüdische Volk müssen Abstammung, Religion, gemeinsames Schicksal und ein Sinn für Einzigartigkeit von entscheidender Bedeutung für seine Existenz sein “ Noch deutlicher war die Stellungnahme Georg Kareskis, eines der führenden Vertreter der Staatszionisten, des revisionistischen Flügels innerhalb des deutschen Zionismus. Gegenüber einem Reporter der Goebbelschen Zeitung Der Angriff äußerte er quasi seine Zustimmung zu den Nürnberger Rassengesetzen vom September 1935: „Seit vielen Jahren halte ich eine klare Trennung des kulturellen Lebens zweier Völker, die in einer Gesellschaft leben, für ein friedliches Nebeneinander unabdingbar. Ich habe eine solche Trennung, die auf der Grundlage der Achtung der fremden Kultur beruht, lange unterstützt. Die Nürnberger Gesetze vom 15. September 1935 scheinen mir, unabhängig von ihren Verfassungsbestimmungen, ganz und gar auf dem Weg für eine gegenseitige Achtung der Selbständigkeit und Getrenntheit jedes Volkes zu liegen “)

Trotz seiner Fähigkeiten als Türsteher hatte Maurice, von Beruf ein Uhrmacher, ein künstlerisches Temperament und spielte bei Nazi-Zusammenkünften Gitarre. Raubal, ebenfalls eine Musikerin, fand während ihrer Besuche in Landsberg im Jahr 1924 Gefallen an ihm, im Alter von 16. So begann eine leidenschaftliche Romanze, die im Laufe der Jahre voll erblühte.

HITLERS VERDORBENHEIT

Für sein Buch „Hitler and Eva“ aus dem Jahr 1974 interviewte Glenn Infield Wilhelm Stocker, einen SS-Wachmann von Hitlers Wohnung. Stocker sagte, daß Geli viele Verehrer hatte, wenn ihr Onkel Adolf weg war.

Weil er ihre Geheimnisse für sich behielt, erzählte ihm Geli „daß Hitler sie in der Privatsphäre ihres Zimmers Dinge tun ließ, die sie krank machten, doch als ich sie fragte, warum sie es nicht ablehnt, sie zu tun, sie nur mit den Schultern zuckte und sagte, daß sie ihn nicht an eine gewisse Frau verlieren möchte, die das tut, was er möchte.“

Gregor Strasser, ein Nazi-Führer, der eine Affäre mit Geli hatte, sagte, sie erzählte ihm, daß sie der Nazi-Diktator zwang, auf ihn zu urinieren und zu defäzieren. Strasser war einer der Nazi-Führer, die nach dem Mord in Hitlers Wohnung zusammenkamen, um sich eine Geschichte auszudenken. Hitler wollte, daß es ein „Unfall“ genannt wird. Aber es war bereits nach außen gedrungen, daß Raubel mit Hitlers Pistole Suizid begangen hätte.

Strasser wurde 1934 während der Säuberung ermordet.

(Der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia „diskutierte“ das Thema Sexualpraktiken ebenfalls:

Hitlers Perversion

Ich hatte folgenden Abschnitt in den Artikel eingefügt, der einem sofortigen Rv von Emkaer zum Opfer fiel:

Die französischen Psychoanalytiker Bela Grunberger und Pierre Dessuant haben zahlreiche Belege für eine sexuelle Perversion Hitlers zusammengetragen, die bereits vor und während des Krieges von seinen Geliebten und durch Personen aus seiner Umgebung enthüllt worden sei. Dabei handele es sich um koprophile Sexualpraktiken. Nach einer Dokumentation von Norbert Bromberg und Verna Volz Small seien mehrere Frauen im Zusammenhang mit diesen Sexualpraktiken „zum Selbstmord getrieben“ worden.

Nach Auffassung von Emkaer „ist ‚gut belegt‘ etwas anderes“. Auch z.B. Helm Stierlin hat in Adolf Hitler: Familienperspektiven, Suhrkamp,1975/1995, über diese Perversion Hitlers berichtet. Auch wenn die Information zunächst schockierend oder in besonderer Weise abstoßend erscheinen mag, gehört sie m.E. in einen großangelegten Lexikonartikel über Hitler – allerdings auch weitere Angaben zu seiner Persönlichkeit. Diese sollten nicht nur aus „Trivia“ bestehen. Almeida 11:40, 26. Feb. 2009 CET

Einzelnachweise

1. Bela Grunberger & Pierre Dessuant: Narzißmus, Christentum, Antisemitismus. Klett-Cotta, Stuttgart 2002, dort: Hitlers Perversion,S. 451-459
2. Hitler habe seine Geliebten dazu bewegt, in sein Gesicht zu urinieren und zu defäzieren.
3. Bromberg, N. und Volz Small, V., 1983: Hitler’s Psycho-pathology. New York: International University Press, zit. nach Grunberger & Dessuant, a.a.O., S. 451f)

RAUBALS ERMORDUNG

Michael Dean berichtet, daß, nachdem er aus Hitlers Dienst ausschied, Maurice die NSDAP für die unrechtmäßige Entlassung verklagte und eine ordentliche Summe gewann. Er eröffnete ein paar Straßen von Hitlers Wohnung entfernt einen Uhrmacherladen und führte seine Affäre mit Raubal fort.

Offenbar wurde sie schwanger und wollte nach Wien, um das Baby zu bekommen. Hitler war über diesen Verrat erbost und verweigerte die Erlaubnis. Als sie ihm trotzte, tötete er sie.

Es ist nicht klar, welcher Verrat für Hitler größer war, da er für beide, Raubal und Maurice, Gefühle hatte.

Auf jeden Fall erwies sich Hitlers Beziehung zu Maurice als unverwüstlich. Maurice wurde ein hochrangiger SS-Offizier und Hitler schützte ihn vor Rivalen, die darüber aufgebracht waren, von einem Juden Anordnungen entgegenzunehmen.

Die Schlußfolgerung ist, daß, bevor Hitler Millionen von Menschen tötete, Juden und Nichtjuden, er seine Hände zuerst mit dem Blut der jungen Nichte verschmierte, die er angeblich liebte. Millionen von Menschen entschieden sich, einem Mörder und Psychopathen zu folgen. Nichts hat sich geändert.

Hier finden Sie den Originalartikel, Hitler’s First Murder.

Siehe auch:

Stalins Mitschuld an „Operation Barbarossa“

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