Die schwachsinnige Welt von Occupy Kopenhagen

Nicolai Sennels interviewt Rysle Dyre.

(Eine Übersetzung des Interviewtextes aus dem YouTube-Video unten.)

Interview mit Sprecherin Rysle Dyre von Occupy Kopenhagen am 16. Dezember 2011.

Wie heißen Sie?

Ich heiße Røsle. R-ø-s-l-e.

Røsle, können Sie die Occupy-Bewegung erläutern?

Ja. Die Occupy-Bewegung orientiert sich am Tahrir-Platz in Ägypten. Los Agitaros in Griechenland und Spanien übernahmen das Konzept.

In Ägypten sagten sie: „Wir haben einen Diktator und wir werden eine neue Protestform schaffen.“

So wie sie es mit anderen revolutionären Taktiken machen, wie ‚Boycott‘ und Streiks.

Was ist der Zweck?

Für mich ist der Zweck, den Kapitalismus loszuwerden. Der Kapitalismus verursacht auf der Welt viele Krisen.

Ökologische Krisen wie die Einschränkung der Biodiversität, das Abholzen der Regenwälder.

Eine gewaltige Klimakatastrophe, humanitäre Krisen wie Kriege.

Menschen, die an Durchfall sterben, was durch einfache Hygiene der Hände geheilt werden könnte.

Wird das durch den Kapitalismus verursacht?

Hm, das ist meine Schlußfolgerung, nachdem ich mich sehr wunderte, mit vielen Menschen redete, viele Bücher las, nachdachte, in die Schule ging, etc.

Daß Menschen keine sauberen Hände haben?

Daß die Dritte Welt existiert.

In Ordnung. Was sollten wir stattdessen haben?

Nun, dazu gibt es viele Meinungen. Dort drüben sehen Sie einige Leute von „Zeitgeist“, die vorschlagen, daß wir eine ressourcenbasierte Wirtschaft bekommen, wie das ‚Venus-Projekt‘ und ‚Addendum‘.

Können Sie diese Dinge kurz erklären?

Ja. Es ist eine Wirtschaft, die berücksichtigt, daß die Ressourcen der Welt begrenzt sind.

Ich habe nicht genug darüber gelesen, um es erklären zu können.

Beinhaltet es alternative Energien?

Sie wollen viel von der monotonen Arbeit ersetzen, die nicht stimulierend genug ist, und die für Menschen mit Maschinen nicht gut ist.

Sie sagen, wir haben die Technologie und wir müssen es einfach nur tun.

Auf diese Weise braucht die Welt weniger Arbeitskräfte und die Menschen werden mehr Freiheit haben und nicht gezwungen sein, zu arbeiten.

Also sollten wir Menschen entlassen und stattdessen Roboter beschäftigen.

Nicht alle Arbeiter, sondern nur Menschen, die roboterhaft arbeiten.

Die Lösung für die wirtschaftliche Krise ist also, Arbeiter durch Roboter auszutauschen?

Das sagen die Leute von „Zeitgeist“.

Wollen Sie das auch?

Ich erkläre es gerade.

Was ich denke — ich bin gerade 17 Jahre alt und keinesfalls allwissend. Aber das ist die vernünftigste Lösung, die ich gehört habe.

Wir sollten kommunale Gemeinschaften und Räte bilden, die Gewerkschaften bilden.

Es sollte eine harmonische Zivilisation sein, wo die Menschen erzogen werden, bestimmte Werte zu befolgen.

Sollten wir erzogen werden, bestimmte Werte zu befolgen?

Ja. Werte wie Wissenschaft, skeptisches Denken, gesunder Menschenverstand, Neugier, Liebe für die Vielfalt.

Ist Ihr Eindruck, daß die Menschen solche Werte heute nicht besitzen?

Hm. Wenn ich auf der Straße zu Menschen spreche und sie frage, ob sie wissen, was Occupy ist, dann bekomme ich den Eindruck, daß den Menschen die anderen egal sind. Wir sollten erzogen werden, füreinander mehr Verantwortung zu übernehmen.

Moralerziehung und mehr Roboter können uns also retten?

Nun, über die Idee mit mehr Robotern bin ich nicht gerade angetan, weil ich denke, daß es zu sehr nach Science Fiction klingt, aber im Internet gibt es viele kostenlose Filme, die es ausführlich beschreiben.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Moronic World of Occupy Copenhagen.


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